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Tagesgeld
Als Tagesgeld wird in der Regel ein verzinstes Konto bezeichnet, wobei das dort befindliche Geld dem Kunden täglich zur Verfügung steht.
Im Gegensatz zu einem Girokonto sind Tagesgeldkonten nicht dazu geschaffen, Gehaltseingänge und Daueraufträge (Miete, Energiekosten…) abzuwickeln. Dazu sind die meisten Tagesgeldkonten nicht mit einer Karte verbunden, die man am Geldautomaten benutzen kann. Die von den Banken beworbene tägliche Verfügbarkeit reduziert sich so in vielen Fällen auf die Öffnungszeiten der Filialen; Abhebungen bei einem anderen Geldinstitut sind nur in Ausnahmefällen möglich, etwa, wenn zwei Banken dicht vor oder nach der Fusion stehen (Commerzbank/Dresdner Bank u. ä.).
Tagesgeldkonten haben mithin das herkömmliche Sparbuch weitgehend abgelöst. Das Tagesgeldkonto ist besser verzinst als ein Sparbuch und es ist möglich, Geld vom Girokonto direkt und auf elektronischem Weg dorthin zu überweisen, während man die Einlagen für ein Sparbuch meist in Bar zur Bank oder zur Sparkasse bringen muss.
Tagesgeld wird etwa seit der Jahrtausendwende intensiv genutzt: Seit dem Platzen der Internet-Blase an den Börsen scheuten und scheuen viele Anleger davor zurück, ihr Geld an den internationalen und wenig überschaubaren Finanzmärkten anzulegen. Dieser Trend dürfte sich durch die derzeitigen Entwicklungen eher verstärken. Die Tagesgeldkonten stehen zudem mittlerweile unter den verschiedenen staatlichen Rettungsschirmen und Einlagegarantien, sodass bis zu einem gewissen Umfang so angelegtes Geld als sicher gelten kann.
Die Banken nutzen Tagesgeldangebote, um Kunden an sich zu binden und ihnen auf diese Weise andere Produkte wie Kredite oder Fondsbeteiligungen anzudienen, die speziell in Krisenzeiten schwer vermittelbar sind. Daher kommt es zu spektakulär günstigen Angeboten; viele Geldinstitute ködern neue Kunden etwa mit einer Einmalzahlung von € 30 – 50,-. Für den Kunden ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos daher durchaus lukrativ.
Tagesgeld wird in der Regel jährlich verzinst. Es gibt ausnahmsweise Angebote der monatlichen oder vierteljährlichen Verzinsung, was für den Kunden in Folge der Mitnahmeeffekte durch Zinseszinsen natürlich vorteilhafter ist, dies ist allerdings eher die Ausnahme.
Tagesgeldkonto
Das Sparbuch ist noch immer des Deutschen liebste Geldanlage und dies obwohl es sich dazu eigentlich überhaupt nicht eignet. Grund hierfür ist die Inflationsrate, also die Geldentwertung, welche in den letzten Jahren immer über dem mit einem Sparbuch erzielbaren Zinsgewinn liegt. Nimmt der Wert des Geldes also stärker ab als durch Zinsen hinzugewonnen werden kann, so nimmt auch der reale Wert, also die Kaufkraft, des Ersparten von Jahr zu Jahr ab.
Anders ist es bei einem Tagesgeldkonto. Ein solches Tagesgeldkonto wird von fast jeder Bank angeboten und bietet deutlich höhere Zinsen als ein Sparbuch. Zinsen von über 3% auf das Tagesgeld sind heute normal, bei Direktbanken sind sogar weit über 4% p.a. möglich. Dabei ist ein solches Tagesgeldkonto in der Regel kostenlos, die Einlage auf dem Konto abgesichert und täglich verfügbar. Somit kann an jedem Geschäftstag auf das Ersparte in voller Höhe zugegriffen werden, Fristen gibt es dafür keine. Bevor man also seine Rücklagen auf einem Sparbuch schrumpfen lässt, sollte man sich immer für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos entscheiden und die deutlich höheren Tagesgeld Zinsen nutzen um auch einen tatsächlichen Wertgewinn zu erzielen.


